Einbürgerung erleichtern

Einbürgerung erleichtern

Beitragvon perpetuummobile am Mi 9. Jul 2008, 16:41

Maria Böhmer, die Integrationsbeauftragte, will vermehrt für die deutsche Staatsbürgerschaft werben.
Hierzu gibt es diese Meldungen:
http://www.dradio.de/aktuell/813728/
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2008/07/2008-07-03-ib-einbuergerung.html

Und was ist den guten Politikern dabei eingefallen? Klar...eine Broschüre. Ich kenne da ein viel probateres Mittel: Die Einbürgerung ohne irgendwelche Gebühren. Denn so hat der gemeine Ausländer das Gefühl, er würde sich den deutschen Pass kaufen. Gebührenfreiheit würde man aber eher als Einladung annehmen.
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Re: Einbürgerung erleichtern

Beitragvon patoucha am Mo 14. Jul 2008, 20:07

Nun, da hast Du sicher Recht, einladend wirkt das nicht. Aber es ist ja nun nicht so, als würden wie "eingeborene Deutsche" einen Ausweis, der ja alle paar Jahre wieder verlängert werden muss, ohne Gebühr bekommen. Der kostet ebenfalls Geld, und das nicht zu knapp. Gibt es überhaupt Dienstleistungen von Ämtern, die ohne Gebühren zu haben sind? Da fällt mir im Moment nichts ein.
Aber ich stimme Dir zu, dass in Deutschland die Integrationspolitik geändert werden muss. Nicht nur die "Ausländer" müssen sich auf uns zubewegen - auch Deutschland muss sich mehr auf die Migranten zubewegen. Vielleicht wäre der Ausweis ein anerkenndes "Geschenk" für eine erfolgte Einbürgerung. Ansonsten denke ich auch, dass die Gebühren diejenigen nicht überschreiten sollten, die halt alle für so einen Ausweis zahlen müssen.
patoucha
 

Re: Einbürgerung erleichtern

Beitragvon perpetuummobile am Mo 14. Jul 2008, 21:05

Patoucha, es geht ja nicht darum, dass Einzubürgernde Gebührenfreiheit erhalten. Aber 255 Euronen für die Einbürgerung von Erwachsenen sind schon happig.

Habe meinen Vorschlag direkt an die INtegrationsbeauftragte geschickt. Hier die Antwort eines Mitarbeiters:
vielen Dank für Ihre Nachricht, mit der Sie auf die Veröffentlichung der neuen Einbürgerungsbroschüre und auf das Werben der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung für mehr Einbürgerungen eingehen.
Bei der vorgestellten Broschüre handelt es sich nicht um eine völlig neue Publikation. Die Einbürgerungsbroschüre wird bereits seit langem herausgegeben und erfreut sich großer Beliebtheit bei Interessierten. Ihr Inhalt wurde zuletzt lediglich an veränderte gesetzliche Regelungen angepasst.
Die Regelhöhe der Einbürgerungsgebühren ist im Staatsangehörigkeitsgesetz festgelegt. Allerdings enthält dieses auch eine Vorschrift wonach – abhängig vom Einzelfall – eine Ermäßigung oder ein Verzicht auf die Gebührenerhebung in Betracht kommt. Die Regelung greift z.B. bei sozial schwachen Einbürgerungsbewerbern.


Der hat mich wohl nicht ganz verstanden. Und: Soviel ich weiß, darf man, wenn man sich einbürgern lassen will, kein HartzIV-Empfänger sein. Wüsste mal gerne, welche sozial schwachen Einbürgerungsbewerber er meint.
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